Bleib Aktiv – 50 Plus


Ob zum Thema Wohlfühlen, Reisen, Kultur, Freizeit, Genuss, Wohnen oder Vorsorge  – auf der großen Seniorenmesse „Bleib Aktiv“  im VAZ St. Pölten präsentierten sich wieder zahlreiche Aussteller mit ihren Produkten.

Gerne half ich dem NÖ Seniorenring an seinem Messe-Stand durch Gespräche mit Interessenten . Auch FPNÖ Klubobmann Gottfried Waldhäusl, Seniorensprecher LAbg. Erich Königsberger, LAbg. Udo Landbauer kamen zu Besuch, um den Obmann des Seniorenrings Beno Sulzberger und sein Team bei der Kundenwerbung zu unterstützen.

12 Stunden Arbeitszeit – wer kümmert sich dann um die Kinder ?

 „Die Bundesregierung arbeitet gemeinsam mit den Sozialpartnern an der Lösung der Frage der Arbeitszeitflexibilisierung unter Berücksichtigung der Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber“ – So amikal klingt es im aktuellen Arbeitsprogramm „Für Österreich“, das uns die Bundesregierung vor ein paar Wochen vorgelegt hat. 12 Stunden Arbeit sollen ab Inkrafttreten der entsprechenden Gesetze (leichter) möglich sein. Das mag für einige Berufsgruppen auch durchaus positiv sein, an die Familien und vor allem an die vorwiegend kindererziehenden Frauen hat man dabei aber überhaupt nicht gedacht.

Denn wo bringt die Mutter während dieser Zeit die Kinder unter ? Die Statistik Austria hat für das Berichtsjahr 2014/2015 ermittelt, dass von insgesamt 9058 Kindertagesheimen (= Krippen, Kindergärten, Horte und altersgemischte Betreuungseinrichtungen) gerade einmal 5,46 Prozent länger als 12 Stunden geöffnet haben. Der Großteil davon befindet sich in Wien, wo 54,56 % diese Leistungskapazität erreichen. Wien ausgenommen haben nur 1,94 % (!!!) der Kindertagesheime länger als 12 Stunden geöffnet, in Burgenland gar keines, in Niederösterreich 1,09 %. Ähnliche Probleme ergeben sich bei volksschulpflichtigen Kindern, da derzeit nur 23 % der Schulen ganztägig geöffnet sind.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird für Mütter durch die Arbeitszeitflexibilisierung noch schwieriger. Und natürlich auch die Karrierechancen, die aufgrund des (scheinbar) geringeren Einsatzes schwinden. Eine Liberalisierung ist also nur dann sinnvoll, wenn endlich flächendeckend in Österreich Kinderbetreuungseinrichtungen mit ausreichenden Öffnungszeiten vorhanden sind. Ansonsten bleiben vor allem die Frauen auf der Strecke, die sich nicht nur mehr abhetzen müssen, sondern aufgrund der weiter zunehmenden Teilzeitquoten mit Lohn- und Pensionseinbußen zu kämpfen haben.

 

Ein Artikel in „Der Standard“ zum Thema

Oma als Babysitter – nur mehr mit 35-Stunden Ausbildung

Keine leichte Zeit für Familiengründungen: Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld werden weiterhin nicht an die Inflationsrate angepasst, Mieten, Gebühren und Lebenshaltungskosten steigen. Bei vielen Familien müssen beide Elternteile arbeiten, um finanziell über die Runden zu kommen und werden obendrein mit nicht ausreichenden Öffnungszeiten öffentlicher Kinderbetreuungseinrichtungen konfrontiert.

Als Draufgabe wird jetzt noch die steuerliche Absetzbarkeit privater Kinderbetreuungskosten eingeschränkt. Seit 2009 können diese bis zu einem Betrag von 2300 Euro in der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden. 2015 nutzten 166.000 Menschen diese Möglichkeit, insgesamt wurden dabei 73 Millionen Euro steuerlich abgesetzt.

Ab 2017 allerdings gelten verschärfte Qualifikationskriterien für die Geltendmachung privater Kinderbetreuungskosten. Die Betreuungsperson muss das 18. Lebensjahr vollendet haben und eine Ausbildung zur Kinderbetreuung und Kindererziehung im Mindestausmaß von 35 Stunden nachweisen. Das gilt auch für Großmütter wenn sie das Enkelkind betreuen. Dies entspricht der pädagogischen Qualifizierung von Tagesmüttern. Die Ausbildung kann ausschließlich bei Organisationen absolviert werden, die auf der Website des Familienministeriums veröffentlicht sind.

Der 35 Stunden-Nachweis gilt auch für Au-Pair-Kräfte, die Erfahrung durch einen früheren Aufenthalt reicht nicht aus. Einzige Erleichterung: Eine vollständige steuerliche Absetzbarkeit ist möglich, wenn die Au-Pair-Kraft die Ausbildung innerhalb der ersten zwei Monate absolviert hat.

Fazit: Eine weitere zusätzliche Belastung für die Familien, die ohnehin schon mit der schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Kindererziehung zu kämpfen haben. Die Geburtenrate wird derartige Richtlinien garantiert nicht heben.

Hier ein Artikel zum Thema im “Kurier”

Hobby -und Profischnapser versuchten ihr Glück

Zum traditionellen Preisschnapsen lud am Samstag 4. Februar die FPÖ Neustadtl, órganisiert von FP-Ortsobmann Manfred Pöggsteiner und der Wirt Peter Zischeritsch, ins Gasthaus Zischeritsch nach Freyenstein ein.
Der diesjährige Sieger, Karl Grufeneder konnte sich über 400 Euro Preisgeld freuen. Anni Riegler machte den zweiten Preis und ging mit 250 Euro in der Tasche nach Hause. Matzinger Leo erkämpfte sich den 3. Preis mit 150 Euro und der 4. Preis ging an Leitner Gerhard mit 100 Euro. Beim Jausenkorbschätzen lag Frau Hagler mit 12,94 Kilo richtig, sie durfte die Jause als Preis gleich mitnehmen .

Österreich: In 117.000 Haushalten ist Frost angesagt

Es wird kalt und immer kälter. Ein Lied von STS, das auch auf die Verhältnisse in Österreich zutrifft. Laut Statistik Austria können sich 117.000 Haushalte das Heizen kaum leisten. Sie müssen 23 Prozent ihres Geldes dafür aufbringen, viermal so viel wie der Durchschnitt. Durch die steigenden Ölpreise dürfte sich das Problem noch verstärken.

Neben den 117.000 akut „energiearmen“ Haushalten gelten insgesamt 576.000 Private als armutsgefährdet  und müssen im Schnitt 12,5 Prozent ihres Einkommens für Heizung und Strom ausgeben.

Dies sind alles Zustände, die unter einer Führung eines sozialdemokratischen Bundeskanzlers stattfinden. So kann es nicht weitergehen. Wir von der FPÖ fordern daher nicht nur eine Erhöhung regionaler Heizkostenschüsse, sondern die Einführung eines Mindestlohnes und die Anpassung diverser Transferleistungen (wie Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Pflegegeld,…) an die Inflationsrate.

 

Geburtshilfe gehört in die Grundversorgung jedes Spitals

Eine Bürgerinitiative macht sich dafür stark, dass der Bereich Geburtshilfe in allen österreichischen Krankenhäusern in die Grundversorgung aufgenommen wird.Dies soll gewährleisten, dass auch in kleineren Spitälern Geburten möglich sind, unabhängig von Größe des Krankenhauses und der Fallzahl.

Anlassfall war die jüngst erfolgte Schließung einer weiteren Geburtenstation im Waldviertel: In Waidhofen an der Thaya wurde nach Gmünd innerhalb kürzester Zeit eine zweite Geburtenstation geschlossen. Die Bürger dort haben Angst, dass es aufgrund der langen Anfahrtswege nach Zwettl oder Horn zu Problemen bei der Betreuung von Schwangeren und zu Komplikationen bei der Geburt kommen kann.

Ich habe diese Bürgerinitiative im Parlament selbstverständlich unterstützt – eine Geburtshilfe sollte in jedem österreichischen Spital selbstverständlich sein!

Die Rede im Volltext: rede muehlberghuber

Trotz Vollzeitbeschäftigung: 300.000 Menschen an der Armutsgrenze

Der aktuelle Sozialbericht des Sozialministeriums liefert erschütternde Ergebnisse. So gelten 297.000 Österreicher – trotz Arbeit – als arm, mehr als 400.000 Menschen verdienen weniger als 1500 Euro brutto. Wohlgemerkt: Vollzeitarbeitnehmer in der Privatwirtschaft.
Branchen mit einem Mindestlohn unter 1500 Euro sind beispielsweise Friseurinnen, Kanzleikräfte bei Rechtsanwälten und Ärzten oder Küchenhilfskräfte. Berufe also, die vorwiegend von Frauen ausgeübt werden.

Alleinerziehende Frauen, meist aufgrund mangelnder Kinderbetreuungsmöglichkeiten zusätzlich auf Teilzeit angewiesen, und Menschen mit geringer Ausbildung sind besonders armutsgefährdet. Armutszeugnis für unser Land!
Wir fordern daher einen Mindestlohn von 1700 Euro brutto, um die Armut zu reduzieren, die Kaufkraft der Bürger zu verbessern und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

Ein Artikel dazu in „Die Krone“

Familienministerium: 200.000 Euro zur Eigenbeweihräucherung Teil 1

Wie versucht man Mängel und Kritikpunkte aus der Öffentlichkeit zu verdrängen ? Am besten mit einer teuren Informationskampagne. Das dürfte zumindest die Absicht der Familienministerin Karmasin sein.

Insgesamt 200.000 Euro hat laut Pressekonferenz die erste (!) Welle der Werbekampagne zur Kinderbetreuungsgeldreform gekostet. Dazu gehören u.a. Videos, Printsujets, Großplakate, Freecards, Folder und eine 400 Quadratmeter (!) große Projektion auf die Ministeriumshauswand. Als winterlicher Eyecatcher für den Donaukanal.

Es wäre wohl zielführender gewesen, den PR-Sparstift anzusetzen und stattdessen Alleinerziehende finanziell besser zu unterstützen. Diese verlieren beim neuen Kinderbetreuugsgeld-Konto nämlich 2 Monate Anspruch und damit 700 Euro. Weiterhin kein Geld gibt es vom Familienministerium auch für die Inflationsanpassung. Seit der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes wurde dieses um keinen Cent im Wert angepasst. Der 30 %-ige Wertverlust innerhalb der letzten 15 Jahren dürfte die Frau Dr. Karmasin anscheinend nicht stören, im Gegensatz zu den Jungmüttern, die auf jeden Euro angewiesen sind.

Ein Artikel dazu in Der Standard