Sozialminister Hundstorfer verhöhnt Familien: „Was macht man mit 110 Euro?“

Seit 1. Jänner dieses Jahres schießt die Gemeinde Berndorf entweder 50 Euro pro Monat (bei zweijährigem Bezug von Kindergeld) oder 112 Euro (bei dreijährigem Kindergeldbezug) aus dem Gemeindebudget zu. Sozialminister Hundstorfer hingegen spricht in einem Interview in der Zeitung „Die Presse“ von Herdprämie und Zurückhaltungsprämie und  fragt zynisch und abgehoben was man mit 110 Euro machen soll.

Die Salzburger Gemeinde Berndorf hat einen vorbildlichen Schritt zum Ausbau der Wahlfreiheit für unsere Familien gesetzt. Eltern, die das zwei- oder dreijährige Kinderbetreuungsgeld beziehen, weil sie sich so lang selbst um die Kinder kümmern wollen, wird seitens der Gemeinde ein Zuschuss gewährt.

Das Idealmodell der Gemeinde Berndorf sieht so aus, dass das Kinderbetreuungsgeld auf Mindestsicherungshöhe bzw. auf jene Höhe, die dem Zuschuss von Ländern und Gemeinden pro Kinderbetreuungsplatz und Monat entspricht, aufgestockt wird und sich Gemeinde, Land und Bund diesen Zuschuss dritteln. In Berndorf geht man nun voran und schießt „sein Drittel“ seit Jahresbeginn zu.

Anstatt die Familien zu verhöhnen, wie es Minister Hundstorfer macht, müssen wir Rahmenbedingungen schaffen, die es den Eltern ermöglicht selbst entscheiden zu können, ob sie ihre Kinder, vor allem in den ersten Lebensjahren, selbst betreuen möchten oder in außerhäusliche Betreuungseinrichtungen geben wollen. Beides soll seinen Platz haben und nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Lesen Sie in „Die Presse“à „Herdprämie“ statt Krippenplätze

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