Alleinverdienerabsetzbetrag: Streichung zurücknehmen!

Die Regierung hat im vergangenen Jahr den Alleinverdienerabsetzbetrag für „Kinderlose“ gestrichen. Zu dieser Gruppe zählt sie aber auch diejenigen, deren Kinder inzwischen erwachsen sind!

Darunter leiden besonders Pensionistenehepaare, die oft nicht wissen, wie ihnen geschieht, wenn sie die erste Pensionsabrechnung des Jahres in der Hand halten.

Gemeinsam mit Abg z NR Leopold Mayerhofer fordere ich vehement eine Rücknahme dieser ungerechten Kürzung!

„Nimm es dem Fleißigen und gib es dem Pleitier!“ – Das ist derzeit der Grundsatz der österreichischen Budgetpolitik. Für die Finanzierung der griechischen Schuldenkaiser können ohne Weiteres 790 Millionen Euro locker gemacht werden, für den „Euro-Schutzschirm“.

Mit unserem Steuergeld gibt sich die Regierung großzügig. Mit dem Beitrag zum „Schutzschirm“ übernimmt Österreich Kredithaftungen von bis zu 15 Milliarden Euro und mit dem „Bankenrettungspaket“ werden Garantien bis zu 85 Milliarden Euro übernommen.

Selbstverständlich „ohne jedes Risiko für den Steuerzahler“, versucht der Finanzminister zu beruhigen, denn diese Haftungen werden „bestimmt nie schlagend“. Wer‘s glaubt…

Ausgerechnet beim braven Steuerzahler, den es angeblich „bestimmt nicht treffen wird“, wird der große Sparstift angesetzt.
Mit der Streichung des Alleinverdienerabsetzbetrags sind insbesondere Familien und Pensionisten betroffen. Über 100.000 Pensionsbezieher müssen trotz Pensionsanpassung eine Kürzung von bis zu 364 Euro pro Jahr hinnehmen!

Sind die Kinder aus dem Haus, wird man behandelt, als hätte man nie für Kinder gesorgt. Sollen sich die Frauen der Aufbaugeneration jetzt dafür rechtfertigen, dass sie ihre Zeit in die Familie investiert haben?

Besonders abstoßend sind diese Kürzungen, wenn man sieht, wie auf der anderen Seite Pensionen verschenkt werden. So regelt die EU-VO 1408/71 Art. IV Abs. 2a, dass EU-Bürger, z. B. Rumänen, nur durch eine polizeiliche Meldung in Österreich Anspruch auf unsere Mindestpension bekommen können!
Bekommen sie in Rumänien weniger, müssen wir ihnen die Differenz zahlen! Im Gegensatz zu solchen Glücksrittern und Betrügern haben unsere Pensionisten ein Leben lang nicht nur hier gelebt, sondern auch gearbeitet und ihren Beitrag zum Sozialstaat geleistet. Doch sie sind als Einzige von Kürzungen betroffen!
Was bleibt ist die bittere Erkenntnis:

Die österreichische Bundesregierung stellt den Euro unter einen Schutzschirm und lässt fleißige Österreicher im Regen stehen!

Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.