Dringender Reformbedarf bei Mutter-Kind-Pass!

Der 1974 eingeführte Mutter-Kind-Pass wird in seiner derzeitigen Form seinen Anforderungen nicht mehr gerecht. Es wird oft behauptet, Österreich habe das beste Gesundheitswesen. Allerdings gilt das mit Sicherheit nicht für Kinder und Jugendliche.

Wie aus dem Kinder- und Jugendbericht 2011 hervorgeht, leiden 20% der Kinder und Jugendlichen an Übergewicht oder Essstörungen. 17,5% haben eine chronische Krankheit und 20 – 25% sind verhaltensauffällig oder kämpfen mit psychosozialen Problemen.  Österreichs Jugendliche sind mit 25% am häufigsten von allen Kindern europaweit mit Gewalt konfrontiert.

Trauriger Weise finden die meisten Fälle von Kindesmisshandlung in der eigenen Familie statt. Immer öfter sind auch Jugendliche und Kinder mit Entwicklungsstörungen in der Motorik, Sprache und in der Wahrnehmung belastet.

Um die Möglichkeit die ersten Anzeichen rechtzeitig aufzudecken und zu verhindern ist eine Ausweitung des Mutter-Kind-Passes bis zum Ende der Schulpflicht in Form einer jährlichen, verpflichtenden Untersuchung dringend erforderlich.

Die FPÖ hat dahingehend in den letzten Jahren immer wieder Anträge gestellt, die aber von ÖVP und SPÖ permanent abgelehnt wurden.

–> Stellungnahme der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien

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