Französische Stars über #MeToo

In einem Brief an die Zeitung „Le Monde“ fordert die französische Schauspielerin Catherine Deneuve ein Ende der „Denunziationskampagne“ gegen Männer. 100 prominente Französinnen haben unterschrieben. Die Frauen warnen vor einem „Klima einer totalitären Gesellschaft“, das die #Metoo-Kampagne erzeugt habe. Diese diene den „Feinden sexueller Freiheit, religiösen Extremisten und den schlimmsten Reaktionären“.

Ich habe erleichtert aufgeatmet, als ich von dieser „Gegenbewegung“ gelesen habe. Ich finde es toll, dass es mutige Frauen gibt, die die Courage haben, öffentlich zu sagen, was sie denken – auch, oder gerade vor allem, wenn sie sich mit ihrer Meinung  gegen den Mainstream stellen.

Als ich vor rund zwei Monaten meinen Kommentar zum Thema sexuelle Belästigung online stellte, erntete ich neben zahlreichen positiven Reaktionen auch einen regelrechten „Shitstorm“, medial schlug mein Statement hohe Wellen. Nun, ich vertrete nach wie vor den Standpunkt: Wo sexuelle Belästigung anfängt und aufhört, dass entscheidet die Frau. Wem etwas unangenehm oder zuwider ist, der muss es sofort sagen. Sich nach 30 Jahren über einen Griff aufs Knie zu beschweren, ist zu spät. Ich freue mich, diesbezüglich nun auch in prominenten Reihen „Unterstützung“ gefunden zu haben und gratuliere den starken Frauen aus Frankreich.

https://www.welt.de/debatte/article172370654/Danke-Catherine-Deneuve-fuer-den-MeToo-Brief.html?wtmc=socialmedia.facebook.shared.web

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