Kleiner Scherz im Sommerloch? Weit gefehlt, die meinen das ernst!

So, ihr lieben Polit-Emanzen von Rot, Schwarz, Grün und BZÖ. Jetzt haben wir Töchter – Söhne. Und, geht es uns jetzt wirklich besser? Konntet ihr dadurch unsere Probleme in der Frauen- und Familienpolitik, die so nebenbei gesagt wichtiger sind, lösen?

Die österreichische Bundeshymne entstand durch einen Wettbewerb im Jahre 1946. 1800 Vorschläge wurden eingebracht und die Schriftstellerin Paula von Preradovic setzte sich in einem Preisausschreiben durch. Mittels eines Ministerratsbeschluss wurde der Hymnentext 1947 beschlossen und offiziell eingeführt.

Bemerkenswert an der ganzen Sache ist, dass der Text unserer Bundeshymne von einer Frau geschrieben wurde. Einer kroatisch  – österreichischen Lyrikerin. Einer Frau, die sich in ihrem Leben durchgesetzt hatte – die wirklich emanzipiert war.

Mit dem alle paar Jahre auftauchenden Thema „Bundeshymne“ wird ein Sommerloch gestopft und so wird mit dieser Aktion die Frauenpolitik ins Lächerliche gezogen.

Durch das Zusatzwort Töchter im Text der Hymne wird keine Österreicherin selbstbewusster oder wird mehr Selbstvertrauen empfinden. Haben wir keine anderen Probleme in Österreich, als die Änderung des Textes unserer Bundeshymne? Keiner Frau ist damit geholfen.

Es wäre wünschenswert, würden von den Regierungsparteien andere Anliegen mit der gleichen Vehemenz und Schnelligkeit ausgeführt.

Massiver Handlungsbedarf in der Familienpolitik wäre höchst an der Zeit und dringend notwendig. Auf ein modernes, kinderorientiertes Scheidungsrecht müssen unsere Kinder warten, ÖVP und SPÖ haben es nicht eilig, die gemeinsame Obsorge per Gesetz zur Regel zu machen.

Unsere Kinder haben ein Recht auf beide Elternteile und mein Standpunkt ist klar: Das Kindeswohl steht immer im Vordergrund!

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