Kopftuchverbot – worauf wollen wir noch warten?

Ein neues Kopftuchverbots-Urteil sorgt in Deutschland für Aufregung: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrer im Bundesland Nordrhein-Westfalen für unzulässig erklärt. Ein Verbot sei nur dann gerechtfertigt, wenn durch das Tragen eine hinreichend konkrete Gefahr für den Schulfrieden oder die staatliche Neutralität ausgehe. Mit anderen Worten: Die Entscheidung über das Kopftuch wird im Einzelfall vom Schuldirektor oder der Schulkonferenz getroffen.

Während in Deutschland 8 von 16 Bundesländern ein Kopftuchverbot für Lehrer in Schulen und Hochschulen erlassen haben, gibt es in Österreich keine Regelung dazu. Schülerinnen dürfen laut eines Erlasses des Unterrichtsministeriums ein Kopftuch tragen. Lehrerinnen und Professorinnen muslimischen Glaubens wird es weder erlaubt noch verboten.

Diese unklare Situation muss schleunigst ein Ende haben. Das Kopftuch gilt als Symbol des Islamismus. Wenn dazu noch eine Lehrkraft, mit einem Kopftuch verhüllt, vor einer Klasse mit teils muslimischen Schülern unterrichtet, dann ist diese ein falsches Vorbild für junge Migranten, die sich in ihrer neuen Heimat unabhängig von ihrer alten Traditionen zu integrieren sollen.

Religion ist Privatsache, an Schulen und an Universitäten hat sie nichts verloren. Die rot-schwarze Bundesregierung muss endlich ein Kopftuchverbot an unseren Bildungseinrichtungen für Schüler, Studenten und Lehrer beschließen – so wie in Frankreich.

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