Meine Kinder, deine Rente

Ein Ausschnitt: „Die besondere Absurdität dieser Bewertung von familiärer Erziehungsleistung wird dann klar, wenn man realisiert, dass jede andere Erziehungsleistung selbstverständlich bezahlt wird, anerkannt ist und Rentenansprüche produziert. Niemand verlangt schließlich, dass Erzieherinnen in Krippen und Kitas, Kindermädchen, Tagesmütter, Lehrer, Aufsichtspersonen in den Ganztagsschulen, Babysitter und sogar Au-Pair-Mädchen ohne Lohn arbeiten. Selbstverständlich werden sie bezahlt, sie leisten ja etwas! Nur wenn Frau die eigenen Kinder groß zieht, ist es nichts wert. Leistet sie keinen Beitrag ans System. Wenn ich mir also meine eigenen Erziehungsjahre ansehe bei meinen vier Kindern, dann habe ich jetzt schon seit 14 Jahren nahezu nichts geleistet. Und ich werde auch die nächsten zehn Jahre vermutlich kaum etwas leisten, die ich mindestens noch brauchen werde, bis auch meine Jüngste halbwegs auf eigenen Beinen steht. Hätte ich jedoch mit meiner Nachbarin die Kinder getauscht. Sie meine vier und ich ihre vier großgezogen und hätten wir uns gegenseitig für diese Arbeit als Tagesmütter bezahlt, dann wären wir voll berufstätig gewesen und hätten nun die Anerkennung der Gesellschaft und der Rentenkasse. Nein, Sie müssen das nicht verstehen, ich versteh es auch nicht.“

Den ganzen Text von Birgit Kelle finden Sie hier à Meine Kinder, deine Rente

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