Warum NEOS will, dass Frauen länger arbeiten müssen und warum ich dagegen bin

Laut Entschließungsantrag 739/A(E) der Abgeordneten der NEOS „ist das reale Pensionsantrittsalter für Frauen viel zu niedrig, um eine langfristige Sicherung des Systems zu gewährleisten“. Gefordert wird eine Anpassung des Frauenpensionsantrittsalters an das von Männern, also um vier Monate pro Jahr ab 2018 statt 2024.

Ich bin dagegen. Warum?

Ganz abgesehen davon, dass man damit wiederum massiv in die Lebensplanung der betroffenen Frauen eingreift, muss zuerst eine Verbesserung der Gesamtsituation für Frauen in Österreich in Angriff genommen werden.

  • Dazu gehört die volle Anrechnung von Kindererziehungszeiten mit 4 Jahren pro Kind, unabhängig vom Altersabstand. Das wichtigste muss doch sein, dass Kinder kein Schaden für die Pension sind.
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und gleiche Kollektivverträge für Männer und Frauen in allen Bereichen.
  • Außerdem sind die benötigten Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmer aktuell weder für Frauen noch für Männer vorhanden.

Bevor die Rahmenbedingungen nicht geschaffen sind, kommt eine vorzeitige Anhebung des gesetzlichen Frauenantrittsalters für mich nicht in Frage.

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