Rekord bei Väterkarenz?

 

Knapp 6 Prozent Väter haben in den letzten 2 Jahren (Geburten von 1.Jänner 2010 bis 27.Jänner 2012) den Väterkarenz in Anspruch genommen. Laut Familienminister Reinhold Mitterlehner, dem ich diesbezüglich eine parlamentarische Anfrage gestellt habe, sind das exakt 7302 männliche Kinderbetreuungsgeldbezieher. Von diesen 7302 Vätern haben 40,7 Prozent, das sind 2937 Väter, die einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeldvariante 12+2 (14 Monate) gewählt. Bei dieser Variante beträgt die Bezugshöhe 80% des letzten Nettoeinkommens, mindestens jedoch 1.000 Euro – höchstens 2.000 Euro monatlich. Die Variante 30+6 (36 Monate) wurde lediglich von 10,8 Prozent (788 Pers.) der Väter in Anspruch genommen. Die Bezugshöhe bei dieser Variante beläuft sich 436 Euromonatlich.

Anhand dieser Zahlen stellt sich einem unwillkürlich die Frage: Was steht beim Väterkarenz in dieser Form im Vordergrund? Der finanzielle Aspekt oder das Wohl des Kindes? Durch den finanziellen Anreiz werden Eltern dazu bewogen, sich so bald als möglich wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern was zur Folge hat, dass die Kinder dadurch frühzeitig in Fremdbetreuung gegeben werden müssen. Besser wäre, das Kindeswohl zu fördern indem man es den Eltern finanziell ermöglicht ihre Kinder möglichst lange selbst zu betreuen.

 

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