Studie: 42% sagen „Mutter gehört zu ihren Vorschulkindern!“

Edith und Kinder

Dass ich bei meinen Kindern zuhause war, dafür sind sie mir noch heute dankbar: „Wunderschöne Kindheit, Mama!“

Die rosigen Zeiten sind vorbei. Einst reichte das Gehalt eines Elternteils aus, damit eine Familie ihre Lebenshaltungskosten bestreiten konnte. Steigende Mieten, sinkende Realeinkommen und Rekordsteuer- und gebührenbelastung zwingen de facto meistens beide Elternteile zur Berufstätigkeit. Und das, obwohl dies gar nicht dem Lebenswunsch vieler Österreicher entspricht.

Laut der aktuellen Studie „Attitudes towards Parental Employment“ sehen 42 Prozent der Österreicher unter 45 Jahren die Erwerbstätigkeit von Müttern kleiner Kinder kritisch. Sie stimmten in der Befragung der Ansicht zu, dass „ein Vorschulkind leidet, wenn seine Mutter arbeitet.“

Österreich liegt bei dieser Studie im Mittelfeld von 16 Staaten. Noch negativer wird die Berufstätigkeit von Müttern in Osteuropa gesehen, vor allem in Ungarn (80 Prozent), Russland (64 Prozent) und Polen (57 Prozent). Am liberalsten sind Norwegen (11 Prozent), Estland (18 Prozent) und Ostdeutschland (19 Prozent). Westdeutschland ist mit 46 Prozent ähnlich konservativ wie Österreich, ebenso Frankreich (41 Prozent), das sich – im Gegensatz zur Volksmeinung – öffentlich gerne als Musterland für Karrieremütter rühmt.

In fast allen Staaten (inkl. Österreich) sind die Männer noch kritischer gegenüber berufstätigen Müttern eingestellt als Frauen. Dies gilt hierzulande aber auch hinsichtlich jobfokussierter Männer. 80 Prozent sehen darin Nachteile für Kinder – ein internationaler Spitzenwert.

Meine Meinung:

Berufstätigkeit oder Kindererziehung ? Das sollte meiner Ansicht nach eine persönliche Entscheidung jeder einzelnen Mutter sein, getroffen im individuellen Familienverband. Damit diese auch eine freie – finanziell unabhängige – Entscheidung  ist, müssen die politischen Rahmenbedingungen dazu getroffen werden: Höhere Gehälter, Steuerentlastung für Arbeitseinkommen und höhere Transferleistungen jeglicher Art für Familien. Sollte sich eine Mutter allerdings für eine schnellere Fortsetzung der Berufstätigkeit entscheiden, dann muss die Kinderbetreuung regional sichergestellt sein. Die Regierung hat in jeder Hinsiht Handlungsbedarf.

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