Studie: Österreicher wünschen sich mehr Kinder –  es bleibt aber beim Wunsch!

Die Geburtenbilanz fiel im Jahre 2015 mit plus 1470 zwar positiv aus, der Saldo könnte aber noch viel besser sein. Denn eigentlich ist der Kinderwunsch der Österreicher stärker als dessen tatsächliche Erfüllung.

Mit durchschnittlich 1,4 Kindern liegen Österreichs Familien im EU-Durchschnitt im letzten Drittel. Laut einer telefonischen Umfrage von Integral wünscht sich jeder Zweite mehr Kinder, im Idealfall zwei. Der Kinderwunsch ist besonders in der Altersspanne zwischen 18 und 29 am stärksten, verwirklicht wird er meistens trotzdem erst nach dem 30. Lebensjahr.

Der Grund liegt in den schlechten Rahmenbedingungen für Familien. Mütter bzw solche die es ev. werden wollen, fürchten um ihre zukünftige Karriere oder dass sie sich aufgrund steigender Lebenshaltungskosten, hoher Mieten und geringerem Teilzeiteinkommen ein Kind nicht leisten können. Außerdem sind sie mit unflexiblen und mangelhaften Kinderbetreuungsmöglichkeiten konfrontiert.

Die Politik ist hier gefordert und muss Familien in jeder Hinsicht mehr unterstützen, damit deren Kinderwunsch auch tatsächlich erfüllt wird. Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld müssen erhöht bzw. an die Inflationsrate angepasst werden, Kinderbetreuungseinrichtungen müssen ausgebaut werden und ganzjährig geöffnet sein. Die Betriebe müssen flexible, familienfreundliche Arbeitsbedingungen kreieren, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf höchstmöglich erfüllt wird. Für ein allgemein mütterfreundlicheres Klima in der Gesellschaft müssen wir alle zusammen babyhelfen.
Die Kinder werden es uns mit einem Lachen danken.

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