Viel Lärm um nichts, dafür weniger Bezugsdauer: Karmasins große „Umbenennungs -Reform“

001nKern der Reform ist ein Kindergeldkonto, das die bisherigen Pauschalvarianten ablöst. Derzeit können Eltern zwischen vier Möglichkeiten wählen. In der kürzesten Variante (zwölf Monate für einen Elternteil, 14 Monate, wenn der Vater zwei Monate sich beteiligt)  beträgt es 1.000 Euro im Monat, in der längsten (30+6 Monate Väterbeteiligung) 436 Euro monatlich.

Was will die Familienministerin ändern: Mütter und Väter bekommen auf das Kindergeldkonto künftig einen fixen Betrag, den sie auf einen weitgehend beliebigen Zeitraum aufteilen können.
Für einen Elternteil sind es 12.366 Euro – die Bezugsdauer soll zwischen 365 und 851 Tage frei wählbar sein.
Das ist eine de facto Reduzierung von 30 auf 28 Monate!
Beteiligt sich auch der zweite Elternteil (Vater) mindestens 20 Prozent wird 15.449 Euro auf das Konto überwiesen dabei können von 465 Tage bis 1.063 Tage bezogen werden. Eltern müssen sich auf eine bestimmte Dauer(Tage) festlegen, die entsprechenden Raten werden monatlich ausgezahlt.
Der lang diskutierte „Papamonat“ soll künftig zur „Familienzeit“ werden, allerdings hängt es nach wie vor vom Arbeitgeber ab, ob sich der Papa ein Monat Auszeit nehmen kann.
Ein Partnerschaftsbonus von 50 : 50 (von gesamte Betreuungszeit) soll mit zusätzlich 1.000 Euro belohnt werden. (Damit die Mutter so bald wie möglich in den Arbeitsmarkt zurückkehren und Karriere machen kann, wegen der Quote 😉 )

Kurz gefasst: Neue Begriffe, gekürzte Zeit

Es ist eine reine Umbenennungs-Reform: aus Monaten werden Tage berechnet, aus dem Papamonat wird Familienzeit und aus Halbe-halbe wird Partnerschaftsbonus.

Ein enormer Nachteil für die Familien ist die Kürzung von 30 auf 28 Monate (851 Tage) Betreuungszeit.

Frau Bundesminister, ein Meilenstein sieht bei mir anders aus: Folder: Kinder brauche ihre Mama 

Die größte Reform des Kindergeldes seit 2002 soll nun als Gesetzesentwurf in parlamentarische Begutachtung gehen.

Zum Nachlesen: Auch der Kurier berichtet über das „Begriffs-Reförmchen“.

 

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