Fremdbetreuung: Wie sehr kleine Kinder leiden

13. Juli 2019

Bereits kurz nach der Geburt haben Eltern die schwere Entscheidung zu treffen, ob sie ihr Kind fremdbetreuen lassen oder es lieber selbst erziehen sollen. Vielen bleibt aus finanziellen Gründen gar keine Wahl. Hanne K. Götze, Autorin des Buchs „Die Sehnsucht kleiner Kinder", erklärt auf focus.de, warum sie es für gefährlich hält, Kleinkinder in Kitas und Krippen unterzubringen.

 

Bereits kurz nach der Geburt haben Eltern die schwere Entscheidung zu treffen, ob sie ihr Kind fremdbetreuen lassen oder es lieber selbst erziehen sollen. Vielen bleibt aus finanziellen Gründen gar keine Wahl. Hanne K. Götze, Autorin des Buchs „Die Sehnsucht kleiner Kinder", erklärt auf focus.de, warum sie es für gefährlich hält, Kleinkinder in Kitas und Krippen unterzubringen.

Einerseits habe sich in den letzten Jahren einiges Positives getan, damit eine gute Mutter-Kind-Beziehung entstehen kann, andererseits herrsche ein gesellschaftliches Klima vor, das ganz andere Erwartungen an Mütter hat als ihre Kinder, so Götze. „Die Mutterliebe und das Da-Sein werden kleingeredet, ja für unnötig bis schädlich gehalten.“ Wenn die Mutter geht oder nicht mehr sichtbar ist, heißt das jedoch für das Empfinden des Kindes, zumindest in der Fremdelphase etwa ab dem 8. Monat, dass seine Mama weg ist – unwiederbringlich und bis in alle Ewigkeit. Die Abwesenheit der Mutter löst Existenzangst aus. Das bestätigen auch Untersuchungsergebnisse: Der Hauptstress eines betreuten Kindes unter drei Jahren ist nachweislich die Trennungssituation. Zusätzlich müssen die Kinder mit Krippeneintritt ihren individuellen Lebens- und Bedürfnisrhythmus an die Abläufe in der Einrichtung sowie an die Arbeitszeiten der Eltern anpassen. Außerdem gibt es in der Kita viele kleine Konkurrenten um ein wenig Zuwendung. Das ist Stress pur: Die Kinder müssen sich den ganzen Tag lang auf einer höheren emotionalen Reifestufe bewegen, als sie tatsächlich sind.

Götze möchte junge Eltern ermutigen, ihrem Kind ihre liebevolle Nähe zu schenken, so lange wie möglich bei ihm zu bleiben und die Seele ihres Kindes vor einem System der verfrühten Trennung zu schützen.

Auch ich bin der Meinung, dass Kleinstkinder so lange es geht bei ihrer Mutter zuhause bleiben und nicht in eine „Aufbewahrungsstätte“ – dieses Wort wähle ich bewusst – abgegeben werden sollten, damit eine stressfreie Entwicklung gewährleistet wird. In manchen Familien spielt natürlich die finanzielle Komponente eine große Rolle. Spricht man mit den Betroffenen, wird aber meist schnell klar, dass es vielen Eltern im Herzen weh tut, ihr Kind bereits frühzeitig in die Obhut Fremder geben zu müssen. Die Kinder können vom Aufwachsen zuhause nur profitieren und geben im späteren Leben viel an Liebe zurück. Auch ich persönlich habe mich bei meinen Töchtern damals für diesen Weg entschieden und habe es keinen einzigen Tag bereut.

 

Ein Kind ohne Mutter ist eine Blume ohne Regen.

-Indisches Sprichwort-

 

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Bild von Bill Kasman auf Pixabay