Geschlechtslose Erziehung: Ein falscher Schritt!

03. April 2019

Bub oder Mädchen - eine verpönte Frage?! Bedenkliche Entwicklung in unserer Gesellschaft..

Kürzlich musste ich einen Artikel im Standard (Überraschung!) lesen, in dem Eltern zu Wort kamen, die forderten, Leute sollen "nicht nach den Genitalien ihres Kindes“ – sprich, ob es Mädchen oder Bub ist - fragen. Weiters war dem Artikel zu entnehmen, dass manche Eltern versuchen, mit Unisex-Namen das Geschlecht ihres Kindes zu „vertuschen“, andere gehen noch weiter: Sie verraten das Geschlecht ihres Kindes einfach nicht. Sie wollen so vermeiden, dass ihr Kind in eine „geschlechtsspezifische Rolle“ gedrängt würde. Das Geschlecht sei nämlich nicht das, was wir haben, sondern das, was wir tun. Traditionelle Rollenbilder, vor allem in beruflicher Hinsicht, sollen so in den Hintergrund geführt werden.

Beim Lesen solcher Zeilen kann ich mich des Kopfschüttelns nicht erwehren. Durch diese Art der  Erziehung werden die Kinder ihres natürlichen Geschlechts und der Chance auf eine gesunde Einstellung ihrem Körper gegenüber beraubt. Im Vordergrund der allseits geforderten Gleichberechtigung sollen doch Wahlfreiheit und Chancengleichheit stehen. Freude am und Begabung für den Beruf sind entscheidend und nicht, Mädchen in sogenannte typische „Männer-“ und Buben in „Frauenberufe“ zu drängen. Eine „geschlechtslose Erziehung“ ist meiner Meinung nach ein  Schritt in die falsche Richtung.