Meine Meinung: Rollenbild-Vermittlung geschieht immer noch zuhause

31. März 2019

Die Abgeordnete Cox von den „Jetzt“ forderte, dass per Plan tradierte Rollenbilder und Stereotype aufgebrochen werden sollen - "damit sich die Kinder frei entfalten können"". Mädchen sollen z.B mit Autos spielen und Buben mit Puppen. Mit dieser frühkindliche Umerziehung wollen sie einen Grundstein für das spätere gleiche Einkommens- und Karrierechancen legen.

Den Antrag habe ich gerne abgelehnt. Einen Auszug aus meiner Rede im Parlament dazu findet ihr unten.

... Es wird gefordert, geschlechtersensible Pädagogik im Elementarbereich und in der frühkindlichen Erziehung als wesentlichen Bestandteil bundesweit zu verankern. Damit ist gemeint, dass geschlechtersensible Pädagogik dazu führen soll, dass traditionelle Rollenbilder und Stereotype in den Hintergrund geführt werden. Ich nehme an, Frau Cox, Sie meinen damit auch, dass Mädchen in technische Berufe oder für klassische Männerberufe begeistert werden sollen, damit sie dort irgendwann mehr verdienen.

Das heißt aber im Gegenzug auch, dass den Jungs Frauenberufe in Frauendomänen, wie zum Beispiel Friseurin, schmackhaft gemacht werden sollen. Frau Kollegin, ich sage Ihnen dazu: Rollenbilder werden zu Hause vermittelt, und das ist auch gut so, denn es ist ein Elternrecht und hat im Kindergarten und in der Volksschule überhaupt nichts verloren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)

Sehr geehrte Damen und Herren, jedes Kind entwickelt sich anders, jedes Kind ist anders im Charakter, in den Zügen, bei den Talenten, Bedürfnissen, Vorlieben und Fähigkeiten. Die Wahl der Berufsausbildung hängt ganz vom Typ des Kindes und des Jugendlichen, von seiner Begabung und vom Berufswunsch ab, egal ob ein Mädchen einen technischen Beruf erlernen oder ausüben möchte oder einen traditionellen Frauenberuf erlernen oder ausüben möchte.

Es geht nicht um das Geschlecht, es geht vielmehr um die Wahlfreiheit und die Chancengleichheit, und im Vordergrund müssen immer die Freude und die Begabung am Beruf stehen, denn alles, was man mit Freude und Begabung macht, macht man auch gut. Da brauchen wir kein Gendern, sondern Wahlfreiheit und Chancengleichheit. Das Gendern hat im Kindergarten und in der Volksschule überhaupt nichts verloren. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)